Die 5 größten EM Favoriten

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Gut ein halbes Jahr vor Anpfiff der EM haben sich die ersten Buchmacher bereits auf ihre Favoriten festgelegt. Diesen 5 Teams wird viel zugetraut.

Gut ein halbes Jahr vor Anpfiff der EM haben sich die ersten Buchmacher bereits auf ihre Favoriten festgelegt. Vor allem Ladbrokes ist bereits eifrig dabei, Wettmärkte zu öffnen und hat als einer der wenigen Anbieter sowohl die Wahrscheinlichkeiten der Turniersieger, als auch die des möglichen Torschützenkönigs ermittelt.

Die Quoten auf den Turniersieger

Der englische Traditionsbuchmacher Ladbrokes ist praktisch der erste in Deutschland vertretene Anbieter, der bereits Quoten auf dem Markt hat – abgesehen von einigen anderen Konkurrenten, bei denen du derzeit aber meist nur auf die Gruppenspiele wetten kannst. 

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So schätzt Ladbrokes die EM-Quoten für Deutschland ein

Deutschland ist bei beiden Wertungen ganz vorn dabei. Erstaunlich ist, dass Thomas Müllers Chancen auf den goldenen Schuh höher eingeschätzt werden als die von Robert Lewandowski oder Cristiano Ronaldo. Es zeigt deutlich, wie effektiv Müller bei allen großen Turnieren war, an denen er bisher teilnahm.

Deutschland nicht erste Wahl

Etwas überraschend liegt in den Prognosen der Wettanbieter nicht Weltmeister Deutschland vorn, sondern Gastgeber Frankreich. Das liegt zum einen sicherlich am Heimvorteil, zum anderen aber auch an einigen jungen Spielern im Kader der Franzosen, die bereits Weltstars sind (Paul Pogba, Antoine Griezmann) oder aber auf dem besten Weg dahin (Anthony Martial). 

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Die Weltspitze im Blick: Martial von Manchester United

Das deutsche Team liegt allerdings nur knapp dahinter und kommt auf eine Quote von 4.33. Das bedeutet, dass Ladbrokes den Franzosen eine Siegchance von 25 % einräumt, während die DFB-Elf auf einen Wert von 23 % kommt. Die deutschen Fans sollten der aktuellen Gunst der Buchmacher für die Hausherren also nicht allzu viel Bedeutung beimessen.

Ist Spanien noch EM-Favorit?

Ja und nein. Verglichen mit den letzten Jahren hat der Titelverteidiger etwas von seiner Strahlkraft eingebüßt, landet aber dennoch auf Platz 3 der Turnierfavoriten. Ladbrokes geht von einer Siegwahrscheinlichkeit von rund 16.7 % aus, was bereits erkennen lässt, dass man den über Jahre dominierenden Spaniern den ganz großen Wurf nicht mehr so recht zutraut. Das mag daran liegen, dass die Top-Spieler des Teams nicht jünger werden (Andres Iniesta ist mittlerweile 31) oder gar nicht mehr spielen (Xavi) und hochkarätiger Nachwuchs erstaunlich rar gesät ist.

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Auch an einem Iniesta nagt der Zahn der Zeit

Die namhaftesten jungen Hoffnungsträger sind Koke und Alvaro Morata. Ob der Kader für ein kräftezehrendes Turnier wie die EURO 2016 breit genug besetzt ist, wird sich zeigen. Auf dem Papier verfügen die Spanier aber nach wie vor über herausragende Spieler: Fàbregas und Diego Costa gehören ebenso dazu wie Sergio Busquets, Gerard Piqué, Iniesta oder auch Torwart David de Gea.

Belgien als Geheimfavorit

Die Belgier haben es auch ohne große Titel mittlerweile auf Platz 1 der Fifa-Weltrangliste geschafft. Ähnlich wie bei der WM 2014 werden sie auch in diesem Jahr als Geheimfavorit gehandelt, da sie über einen erstaunlich hochwertigen Kader verfügen: Die absoluten Top-Stars sind Eden Hazard und Kevin de Bruyne, aber auch Christian Benteke, Romelu Lukaku oder Axel Witsel haben eine immense individuelle Klasse. Hinten bügelt Abwehrkante Vincent Kompany aus, wenn’s brenzlig wird und Thibaut Courtois hat sich bei Chelsea zu einem der stärksten Keeper der Welt entwickelt.

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Fels in der Brandung: Chelseas Courtois

Für die Europameisterschaft 2016 rechnet xxxLadbrokes mit einer Siegwahrscheinlichkeit von 10.5 %. Bereits bei der WM 2014 erreichten die Belgier das Viertelfinale und mussten sich denkbar knapp Vizeweltmeister Argentinien geschlagen geben (0:1). Auch in Frankreich sollte für das Team von Marc Wilmots einiges drin sein – nicht zuletzt aufgrund der geographischen Nähe zum Heimatland.

England mit Titelchancen?

Nach vielen Jahren der Enttäuschung machen sich die englischen Fans bei der EURO diesmal nicht ganz unberechtigte Titelhoffnungen. Die Qualifikation ging ungewohnt souverän über die Bühne, zudem verfügt Trainer Roy Hodgson endlich über echte Talente und ein junges Team. Großes erhofft sich England vor allem von Raheem Sterling (21) und Harry Kane (22), während Innenverteidiger John Stones (21) die Abwehr stabilisieren soll und von beinahe allen Top-Clubs Europas gejagt wird.

Erstaunlich ist das niedrige Durchschnittsalter des Teams von 24.9 Jahren: Wayne Rooney und Gary Cahill sind mit 30 bereits die beiden ältesten Spieler. Die Buchmacher beziffern die Chancen auf den ersten internationalen Titel seit 50 Jahren (!) auf 8.3 %, doch damit liegen die Three Lions immer noch vor Teams wie Italien oder Portugal.

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